Zum Tag der Deutschen Einheit am 3.10.2018

Mangelwirtschaft BRD, eine traurige Bilanz in Sachen Wiedervereinigung, Ost-West-Gefälle und die Lüge von der Wiedervereinigung

Alle Jahre wieder, immer so um den Oktoberanfang, werden Erinnerungen an die DDR wieder wachgerufen. Natürlich kommen da auch ehemalige DDR-Bürger zu Wort, die reden dann von Flucht und von Mangelwirtschaft. Nun, die DDR ist Geschichte. Aber Flucht und Mangelwirtschaft sind komischerweise immer noch ein Thema. Genau das wollen wir uns mal etwas genauer anschauen. Denn im Westen mangelt es an sehr vielen Dingen, vor allem mangelt es an Dingen die aus menschlichen Bedürfnissen heraus resultieren.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum

Seit der sogenannten Wiedervereinigung sind Immobilienpreise und Mieten im Osten stetig gestiegen. Das Lohnniveau hingegen ist vergleichsweise niedrig geblieben, Anpassungen sind da mangelhaft oder blieben aus. Die ganze Situation wird begleitet von einem kontinuierlichen Stellenabbau und einem chronischen Mangel an Arbeitsplätzen.

Wohin diese Misswirtschaft führt, dürfte auch denjenigen klar sein, die in Sachen Poltitik und Betreibswirtschaft ganz unbedarft sind. Denn was machen Menschen die keine Arbeit finden und ihre Miete nicht mehr bezahlen können? Genau: Sie ziehen um. Und zwar dahin, wo eine Befriedigung dieses banalen menschlichen Grundbedürfnisses gerade noch so möglich ist.

Der Mangel an Arbeitsplätzen

Ohne die DDR verklären zu wollen: Wegen einer Arbeit musste da keiner seine Heimat verlassen. Dafür wurden ganze Industriezweige gerade auch in wirtschaftlich schwachen Regionen angesiedelt wie zum Beispiel die Textilindustrie, Kurzwaren(Kleinmetall)betriebe und Spinnereibetriebe im schönen Thüringischen Eichsfeld. Eine solche Politik diente dem Menschen und hat den Begriff Volkswirtschaft weit mehr verdient als das was uns heute in der BRD umgibt. Denn Arbeit ist sowohl ein menschliches Bedürfnis als auch ein gesellschaftliches Erfordernis.

Arbeit wird grundsätzlich gesellschaftlich eingebracht, das ist nicht nur im Sozialismus der Fall. Im Kapitalismus jedoch landet das Ergebnis einer gesellschaftlich eingebrachten Arbeit in privaten Taschen. Oder zumindest ein Großteil davon.

Der Mangel an Demokratie und der Mangel an Menschlichkeit

Das drückt sich aus im Unterschied zwischen den Zielen gesellschaftlicher Arbeit. Im Kapitalismus ist Profit das Ziel. In einer sozialistischen Planwirtschaft hingegen ist das Ziel die Befriedigung menschlicher und kultureller Bedürfnisse. Aus auch für einen Laien verständlichen Gründen lassen sich letztere Ziele nur mit einer intelligenten Planwirtschaft erreichen.

Übrigens: Karl Marx begriff die Proletarier als Mehrheit. Natürlich ist die alltägliche Propaganda dem entgegengerichtet und versucht ständig, die Arbeiterklasse, das Proletariat wegzudiskutieren. Die Existenz verschiedener Klassen wird ignoriert, der Begriff der Mehrheit wird verklärt. Im real existierenden Kapitalismus jedoch bildet das Bürgertum eine Minderheit. So bestimmt hier eine Minderheit über die Mehrheit -- Das ist keine Demokratie!

Die Lüge vom Fachkräftemangel

Menschen verlassen ihre Heimat, viele auch ihr Vaterland. Familien werden zerissen. Kein Mensch macht sowas freiwillig. Die entscheidende Frage ist jedoch, wer davon profitiert. Und die Antwort ist ganz einfach: Der Kapitalismus und eine Handvoll Unternehmer profitieren davon. Und genau das sind auch diejenigen die vom Ost-West-Gefälle profitieren. Der Sog von Ost nach West, der Sog von Afrika nach Europa. Natürlich wiederholt sich da Geschichte. Und eine vom Kapital gesteuerte Politik wird einen Scheiß dagegen tun sondern diese Art von Flucht weiter befeuern. Und auch dafür sorgen daß das Ost-West-Gefälle ja schön so bleibt.

Die Lüge von der Wiedervereinigung

Ganz Deutschland bekam 1945, als Beschluss der Alliierten, eine Riesenchance: Ein souveränes und geeintest Deutschland, so lautete der Beschluss des Potsdamer Abkommen. Wir dürfen nicht vergessen, daß es allein die westlichen Alliierten waren die mit diesem Beschluss gebrochen und Deutschland samt Hauptstadt Berlin geteilt haben. Die sogenannte Wiedervereinigung ist lediglich die Rückkehr des Kapitalimus nach Gesamtdeutschland. Politisch jedoch ist Deutschland heute genauso rückständig wie die Weimarer Republik. Das heißt auch, daß sich die traurige Geschichte der Weimarer Republik wiederholt und wiederholen wird.


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