Die Wende in der DDR und die friedliche Revolution im Jahr 1989

Wider der Verwirrung der Begriffe und die Schlüsselrolle der STASI

Von wegen friedliche Revolution

Der Sturz der DDR war von langer Hand vorbereitet. Vom Schwarzen Kanal ausgehend wurde im Jahr 1989 eine Massenhysterie erzeugt, der ungezählte DDR Bürger Folge leisteten mit ihrer Flucht in den Westen. Es steht außer Zweifel, daß diese Aufbruchstimmung von den westlichen Medien her befeuert und unterstützt wurde und so gab es bereits im Sommer des Jahres 1989 die ersten Engpässe in der sozialistischen Produktion und vor allem auch im sozialen Bereich aufgrund abgeworbener Fachkräfte.

Kennzeichen D und leere Versprechungen

Das Politbüro der DDR zeigte sich von der um sich greifenden Fluchtbewegung unbeeindruckt. Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Dieser Ausspruch Erich Honeckers am 14. August 1989 legt Zeugnis ab von dieser Ignoranz. Des Weiteren hieß es auch aus den Kreisen der DDR Regierung, daß die Mauer in 50 oder gar 100 Jahren noch bestehen werde und gemeint waren damit nicht nur die Grenzsicherungsanlagen um Berlin herum sondern mehr als 1400 km Staatsgrenze der gesamten DDR.

Unterdessen platzte die Prager Botschaft aus allen Nähten und am 11. September 1989 öffnete Ungarn die Grenze zu Österreich. Diesem Beispiel folgte dann die Prager Botschaft am 30. desselbem Monats. Genügend Futter also für die westlichen Medien, allen voran Kennzeichen D. Bei all diesen Vorgängen zeigte es sich, daß die Staatsgrenze der DDR ihren Zweck die ganzen Jahre lang völlig verfehlt hatte. Und siehe da, auch diese Erkenntnis sickerte so langsam ins Politbüro durch.

Wir sind das Volk aber begriffen hatten wir nichts

Leider kamen die neuen Töne aus der DDR Regierung gar nicht mehr so richtig beim Volke an. Auch hatte das Volk der DDR noch gar nicht begriffen, daß der Westen die DDR voll in der Hand hatte und politisch weiter unter Druck setzen konnte. Und als Egon Krenz am 17. Oktober 1989 die Nachfolge Honneckers antrat war das Kind DDR bereits vollständig in den Brunnen gefallen.

Wer führte eigentlich die DDR in dieser Zeit?

Die Antwort auf diese Frage ist die Frage nach der Rolle des Ministerium für Staatssicherheit: Im Verteidigungsfall hätte dieses Ministerium die Führung übernommen und nicht etwa das Ministerium für Nationale Verteidigung!

Die Existenz eines solchen Planes ist natürlich Selbstmord. Denn ein solcher Plan lässt sich genausogut für die Liquidierung eines ganzen Staatsapparates mißbrauchen. So hatte z.B. das MfS in vielen und insbesondere strategisch wichtigen DDR Betrieben wie z.B. in der Mikroelektronik längst die Führung übernommen.

Die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Westen

Wurde natürlich geflissentlich verschwiegen, obwohl jeder davon Kenntnis hatte. Im Politunterricht der NVA hieß es gar, daß der Westen ein Land mit Schulden, also die DDR nicht angreifen würde. Natürlich muß man einem Land nicht den Krieg erklären wenn man es wirtschaftlich unter Druck setzen kann.

Komischerweise kamen trotz westlicher Embargopolitik technologische Spezialausrüstungen -- Made in West Germany und anderen nicht sozialistischen Ländern -- im Kombinat Mikroelektronik an. Und auch die Techniker zum Aufstellen der Maschinen sowie zur Garantiegewährleistung.

Golfstrom, FreßEx, Intershop und KoKo

Auch in der DDR verschärften sich die Gegensätze. Die Führungsrolle der Partei entartete zu einer Privilegiertenrolle. In Form der Koko (Kommerzielle Koordinierung) zeigte sich die Verstrickung von MfS mit dem westlichen Kapital

Die Revolution fand gar nicht statt

Genausowenig war es das Volk, was im Spätherbst 1989 die Mauer zu Fall brachte, die ihre Nutzlosigkeit gleichermaßen von selbst offenbarte. Vielmehr kam der Verrat aus den eigenen Reihen, nämlich aus der Partei selbst.

Die Konterrevolution hatte es geschafft

Ohne das Volk der DDR zu gewaltsamen Handlungen zu verleiten. Ein ganzes Volk kann man nicht bestechen, das ist nicht möglich. Bestechlich sind jedoch Genossen die konspirativ arbeiten. Bestechlichkeit und Erpressbarkeit sind eng miteinander verbunden und genau nach diesen Pinzipien funktionierte auch der Apparat des MfS.

Anhand der 1989 in Gang gesetzten Abläufe offenbarte sich schon der Begriff Staatssicherheit als eine absolut hohle Phrase. Denn anstatt sich dieses Ministerium dafür zuständig zeigte, die Sicherheit in der DDR wiederherzustellen, sorgte es dafür, den Untergang der sozialistischen Ordnung maximal zu beschleunigen: Indem es sich selbst auflöste!

Die Privatisierung des Ministerium für Staatssicherheit

Wie präzise der Plan zur Liquidierung der DDR über die Führungsrolle des MfS ausgearbeitet war zeigte sich bei der Umwandlung desselben Ministeriums in Privatbetriebe, was in einer erstaunlich kurzen Zeit vonstatten ging. Davon ausgehend erfolgte die Privatisierung des gesamten Volkseigentums der DDR.

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